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Pflege: Schulgeld entfällt

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Das neue Gesetz wertet den Pflegeberuf auf. Auch die Ausbildung wird attraktiver. Foto: Kzenon / fotolia

Vor dem Hintergrund des wachsenden Fachkräftemangels in der Pflege, einer zunehmenden Zahl pflegebedürftiger Menschen sowie der sinkenden Zahl an Schulabsolventen hat der Bundestag das Gesetz zur Reform der Pflegeberufe verabschiedet. Ziel ist die Stärkung und Aufwertung des Pflegeberufes, für die der SoVD sich seit Langem mit großem Nachdruck einsetzt.

Zukünftig wird die Ausbildung in den drei Berufsfeldern Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege verzahnt. Dadurch wird es für Auszubildende leichter, zwischen den Bereichen zu wechseln. Die bislang getrennten Ausbildungen werden bundeseinheitlich über einen Fonds finanziert.

Spezialisierung nach zwei Jahren

Auszubildende werden zwei Jahre lang generalistisch geschult. Im dritten und letzten Jahr können sie wählen, ob sie einen allgemeinen Abschluss anstreben oder sich auf Alten- beziehungsweise Kinderkrankenpflege spezialisieren wollen. Für eine Übergangszeit wird es in der Altenpflege und der Kinderkrankenpflege – als Wahloption und als Ausnahme zur generalistischen Regelausbildung – eine spezialisierte Ausbildung im dritten Ausbildungsjahr geben.

Schulgeld entfällt, Ämter übernehmen Kosten

Die neue Ausbildung steht wie auch zuvor Schülerinnen und Schülern mit einer zehnjährigen abgeschlossenen Schulbildung offen. Das Schulgeld entfällt künftig für alle Auszubildenden. Auch bei Umschulungen zur Pflegekraft übernehmen die Arbeitsagenturen und Jobcenter die Lehrgangskosten dauerhaft.
„Es ist ein großer Fortschritt, wenn das Schulgeld in der Pflege künftig entfällt“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer. „Dies ist eine zentrale Voraussetzung, um über den Pflegekräftenachwuchs langfristig auch die Qualität in der Pflege zu verbessern.“

Zur Ausgabe 2017 der SoVD-Zeitung




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