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SoVD – "100 Jahre an Ihrer Seite"

Hier die Beschreibung des Bildes

Die Bundesvorstandsmitglieder des SoVD freuen sich über das Jubiläum des Verbandes, Foto: Laurin Schmid.

 „100 Jahre an Ihrer Seite“ –  am Rande der Bundesvorstandssitzung fanden sich die Vorstandsmitglieder anlässlich der Plakatenthüllung zum bevorstehenden Jubiläum des Verbandes zu einem Gruppenfoto zusammen. Die Enthüllung ist der Startschuss zu den Jubiläumsfeierlichkeiten.

 

Interview mit meravis-Geschäftsführer Matthias Herter

„Unsere Mutter liegt uns sehr am Herzen“

Kurz vor dem 100-jährigen Verbandsjubiläum hat meravis-Geschäftsführer Matthias Herter SoVD-Präsident Adolf Bauer einen Scheck über 20 000 Euro überreicht. Die Spende ist Ausdruck der hohen Wertschätzung der 100-prozentigen SoVD-Tochter für das große ehrenamtliche Engagement des Verbandes, welches auch auf die meravis Immobiliengruppe einwirkt. Vor 68 Jahren hatte sich der Sozialverband Deutschland – damals noch Reichsbund – entschieden, die gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH zu gründen. Mit dem Wegfall der Gemeinnützigkeit im Jahr 1990 änderte sich zwangsläufig die Ausrichtung des Unternehmens. Das soziale Engagement aber blieb bestehen. Wir sprachen darüber mit meravis-Geschäftsführer Matthias Herter.

__Das Soziale hat bei der meravis eine Priorität?

Ja. Noch heute versteht sich die meravis als „gemeinnützlich“. Das Ursprüngliche wurde nicht vergessen, auch nicht über die vielen Modernisierungsprozesse, die die damalige Reichsbund Wohnungsbaugesellschaft nun zu einer großen Immobiliengruppe gemacht hat. Der soziale Aspekt blieb immer erhalten – nicht als Marke und als Etikett des Sozialverband Deutschland, sondern als selbst gesetztes Ziel.

__Was verbindet Mutter und Tochter heute?

Uns verbindet das Arbeiten am gemeinschaftlichen Wohl der Gesellschaft. Wir schätzen das so große ehrenamtliche Engagement im SoVD sehr. Es gibt sogar Parallelen zum Wirken unserer Immobiliengruppe, denn das soziale Miteinander in den Dörfern und Landgemeinden wäre vielfach ohne den SoVD nicht denkbar. Der SoVD bietet soziale Integration und setzt sich für Inklusion vor Ort aktiv ein.

__Und das eigene Engagement?

Bei den Kunden und Mietern der meravis – 12?500 Wohneinheiten mit ca. 35?000 Menschen – handelt es sich um Menschen mittlerer bis niedriger Einkommensklassen. Hier geht es bei der Verwaltung nicht nur um die Instandsetzung der Wohnungen oder um die Schaffung eines attraktiven und sicheren Zuhauses, sondern auch um die soziale Integration, was wir mit unserem Sozialmanagement jeden Tag in unseren Wohnanlagen aufs Neue beweisen. Beispielhaft zu nennen sind hier unsere Quartiere in Hannover-Davenstedt oder auch in Hamburg-Steilshoop. Wir beherbergen Gruppen von Menschen mit Behinderung und betreiben auch in enger Verbindung mit Schwesterverbänden des SoVD, z. B. dem Blindenverband Niedersachsen, Alten- und Pflegeheime.

__Wachsen die Aufgaben?

Ja. Der hohen Zuwanderung von Flüchtlingen z. B. sind wir aktiv begegnet, indem wir die Fluktuation in unseren Beständen genutzt haben, um anerkannte Flüchtlingsfamilien unterzubringen und zu integrieren. Menschen aus unterschiedlichsten Kulturen zu integrieren, ist nicht immer leicht, aber wenn man am Ende Briefe und Bilder von Kindern bekommt, die sich glücklich schätzen, in einem neuen Zuhause in sicherer Umgebung aufzuwachsen und mit Kindern anderer Kulturen zu spielen und wieder eine Perspektive zu haben, dann meint man, alles richtig gemacht zu haben.

__Es gibt auch eine Stiftung?

Die meravis und der Gesellschafter entschieden 2006, die Reichsbund Stiftung ins Leben zu rufen. Mit Zustiftungen aus der Immobiliengruppe und aus Einwerbungen konnte inzwischen ein stattliches Stiftungsvermögen aufgebaut werden, aus dem viele soziale Projekte unterstützt und gefördert werden können. Auch wenn es Hilfe im Kleinen ist, so kann man daraus für benachteiligte Menschen große soziale Erfolge verzeichnen. Auch vor diesem Hintergrund ist es nachvollziehbar, warum die Geschäftsführung der meravis das 100-jährige Bestehen ihrer Mutter zum Anlass nimmt, das große Engagement mit einer Spende zu unterstützen.

Zur Ausgabe 2017 der SoVD-Zeitung




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