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Barrierefrei bauen und umbauen

Hier die Beschreibung des Bildes

Wer im Rollstuhl sitzt, ist im Küchenbereich darauf angewiesen, dass Arbeitsflächen unterfahrbar sind.
Foto: Nagel's Blickwingel, fotolia

Zum Jahresbeginn erscheint ein neuer Ratgeber zum Thema "Barrierefreies Wohnen". Die Broschüre "Barrierefrei umbauen und bauen  ? mehr Lebensqualität für alle"  zeigt die Bedeutung von barrierefreiem Bauen für einen Verbleib in der eigenen Häuslichkeit im Alter und bei Pflegebedürftigkeit auf. Herausgeber ist ein neuer Kooperationspartner des SoVD-Bundesverbandes, der Verband der Privaten Bausparkassen e.V. (VDPB). Neben der Initiative Nullbarriere.de und der Bundesarchitektenkammer hat auch der SoVD als fachkompetenter Partner maßgeblich an dem Ratgeber mitgewirkt.

"Barrierefrei wohnen? Warum muss mich das heute interessieren?", heißt es im Vorwort zu dem Ratgeber. Die Antwort liegt auf der Hand ?  nicht allein im Alter. Auch wenn durch Lebensereignisse eine Pflegebedürftigkeit eintritt, sind bestimmte Standards notwendig, um weiterhin in den vertrauten vier Wänden bleiben zu können. 

Dabei ist es von Vorteil, beim Bau oder Umbau eines Hauses oder einer Wohnung auf bestimmte Dinge geachtet zu haben: 

  • Welche Maßnahmen kann man ergreifen?
  • Wie teuer sind diese?
  • Wo findet man Experten, die einem weiterhelfen?
  • Welche Finanzierungsmöglichkeiten bieten sich an?
  • Gibt es  staatliche Hilfen? 

Auf diese und andere Fragen gibt es Antworten in der Broschüre. Dabei wird betont, dass Barrierefreiheit nicht nur für ältere Menschen wichtig ist. Eingeschränkte Mobilität ist nicht allein eine Frage des Lebensalters. Auch für junge Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, beispielsweise, wenn sie einen Rollstuhl brauchen bzw. geh- oder sehbehindert sind, sind ein ebenerdiger Zugang zum Haus, ein Aufzug in die Wohnung und Räume ohne Schwellen unabdingbar.

Altersgerechte Wohnungen sind heute noch knapp 

Nur ein bis zwei Prozent des gesamten Wohnungsbestandes in Deutschland gelten heute als altersgerecht ? das heißt: barrierefrei oder barrierearm. Dieses knappe Angebot trifft auf eine steigende Nachfrage: Denn immer mehr Menschen werden immer älter. Die Wohnungsbestände in Deutschland unterscheiden sich aufgrund ihres Baualters und der jeweiligen baulichen Gegebenheiten sehr stark. Entsprechend unterschiedlich sind Anpassungsbedarf und -möglichkeiten. Während sich barrierefreies Bauen im Neubau immer mehr zu einem Qualitätskriterium entwickelt, lassen sich die Anforderungen an Barrierefreiheit bei älteren Häusern und Wohnungen oft nicht komplett umsetzen. Dennoch besteht auch hier die Möglichkeit, Barrieren zumindest zu reduzieren. In der Frage des altersgerechten Umbaus spielen neben der persönlichen Situation auch finanzielle Aspekte eine große Rolle. Das Spektrum der möglichen Maßnahmen ist sehr breit ? und damit auch die Spannweite der Kosten. Ein altersgerechter Umbau kann 2000 Euro kosten, aber auch 40?000 Euro und mehr. 

Finanzierungstipps anhand praktischer Beispiele

Ob Zugang zum Haus oder zur Wohnung ohne Hindernisse, Abbau von Barrieren innerhalb der Wohnung, Barrierefreiheit der Sanitärräume oder der Küche sowie entsprechende Umbaumaßnahmen in der Eigentums- oder Mietwohnung ? die Broschüre des Verbandes der Privaten Bausparkassen gibt verschiedene Tipps zur Finanzierung und hat dafür auch Kostenbeispiele aufgestellt. Welche barrierefreien Umbauten sich wie umsetzen lassen, können fachkundige Experten wie Architekten, Ingenieure oder Handwerker dabei am besten entscheiden. Notwendig wird bautechnischer Rat auch dann, wenn man Förderungen in Anspruch nehmen möchte. Interessierte finden im Anhang des Ratgebers die Adressen von 20 Förderstellen der Bundesländer aufgelistet. Auch Projektträger für verschiedene Modellvorhaben "Altersgerecht umbauen ? Wohngebäude" werden vorgestellt. Zudem gibt es weitere Informationen (auch Internettipps) zu Adressen verschiedener Verbände und Institutionen, die mit dem Thema vertraut sind. 

Die Broschüre "Barrierefrei umbauen und bauen ? mehr Lebensqualität für alle" können Sie kostenlos anfordern. Senden Sie hierfür einen an sich selbst adressierten und mit 1,45 Euro frankierten Rückumschlag (DIN A 5) an den  Verband der Privaten Bausparkassen e.V., Klingelhöferstraße 4, 10785 Berlin.

Zur Ausgabe 2014 der SoVD-Zeitung




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