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Wettbewerb "20 Jahre Deutsche Einheit" - Meine Geschichte - Adolf Bauer

Hier die Beschreibung des Bildes

Adolf Bauer,
SoVD-Präsident

Die Flasche Sekt habe ich gerne ausgegeben!

In der Nachrichtensendung am Abend des 9. Novembers 1989 sah ich das Interview mit dem Mitglied des SED-Politbüros Günter Schabowski, der den Beschluss einer Neuregelung über die Formalitäten zum Grenzübergang bzw. über die Öffnung der Mauer beschrieb und auf Nachfrage eines Journalisten, wann diese Regelung in Kraft träte, mit unsicherer Haltung sinngemäß antwortete, „ab sofort“. Im Fernsehen verfolgte ich später an diesem Abend bzw. in dieser Nacht mit einer Gänsehaut, ungläubig und mit fassungslosem Staunen, wie Zehntausende die Grenzübergänge in Richtung Westberlin überquerten, wie Menschen auf die Mauer kletterten, wie die Begeisterung viele Menschen überwältigte. Mir war die Mauer mit ihren unmenschlichen Folgen seit ihrem Bau bekannt. Die Besuche in Ostberlin über den Übergang Friedrichstraße gehörten zu den beklemmendsten Momenten überhaupt, die ich je erlebt habe. An diesem Abend erinnerte ich mich wieder an ein Gespräch mit der ehemaligen Schülerin Astrid E. vom Sommer 1989, das mit einer Wette endete: Astrid war gerade von einem Besuch in Berlin zurückgekehrt und schilderte ihren Eindruck eines bevorstehenden Zusammenbruchs des DDR-Systems. Ich brachte erhebliche Zweifel vor und hielt einen Zusammenbruch für ausgeschlossen – wir wetteten um eine Flasche Sekt. Die verlorene Flasche Sekt habe ich auf dem folgenden Klassentreffen gerne ausgegeben. Adolf Bauer,
SoVD-Präsident




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